Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Themen, die ausländische Streitkräfte und/oder deren Auslandseinsätze betreffen.
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Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon Roman am 4. Jun 2010, 12:12

Roman
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon martino am 4. Jun 2010, 18:42

Als Guttenberg den hochverdienten General Schneiderhan in den Wind geschossen hat, dachte ich mir, dass es mit der Bundeswehr nur bergab gehen kann.

In Deutschland ists was die Wehrpflicht betrifft noch viel schlimmer als bei uns, weil es eine massive Wehrungerechtigkeit gibt. Weniger als die Hälfte der männlichen Staatsbürger wird überhaupt noch einberufen. Dieser Zustand allein spricht schon Bände.

Danach hat Guttenberg die 6 Monate angekündigt, was genauso absurd ist wie in Österreich, dann hat er Schneiderhan abgesägt und jetzt kommen diese Meldungen. Aus meiner Sicht ist alles was diese Regierung tut und Guttenberg im Speziellen ein massives Vergehen an der Bundeswehr. Das Ganze verschärft sich dadurch, dass sie auch noch in harten Einsätzen sind. In so einer Situation die Soldaten von politischer Seite so zu untergraben... aus meiner Sicht schlägt das dem Fass den Boden aus.

Aber ich will die Deutschen nicht bevormunden, die müssen schon selber wissen was sie tun.
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon Kopfnuss am 4. Jun 2010, 21:00

also ich traus ihm irgendwie zu dass er das heer zwar kleiner macht, es aber dafür qualitativer wird.

klein aber fein... :smt023
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon Kpl Roland am 4. Jun 2010, 21:36

Ich glaub das diese Aktion in die Hose geht.
Durch die Wehrverkürzung od Aussetzung entstehen dadurch mehr Kosten.
Mit den 6 Monaten (Was auch bei uns sehr ::::ist)kannst nicht einmal einen Gwd richtig in seiner Funktion einschulen od Ausbilden geschweige einsetzen u sein Potential nützen.
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon martino am 5. Jun 2010, 08:14

Ich trau ihm das nicht zu ganz offen gesagt. Aus meiner Sicht ist schon oft genug bewiesen worden, dass es nicht um die Interessen der Bundeswehr geht (siehe mein erstes Posting).

"Klein, aber fein", "Effizienzsteigerung", dieses ganze Berater-bullshittalking heißt nichts anderes als "einsparen".

Andererseits muss man fairerweise dazusagen, dass die Wehrpflicht so wie sie jetzt ist ein Krampf ist in Deutschland. Der Weg zurück zu einer Wehrgerechtigkeit ist realpolitisch nicht denkbar, also machens halt gleich ein Berufsheer. Dass alle anderen europäischen großen Staaten damit eingefahren sind, interessiert die Politik natürlich nicht.
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon Kpl Roland am 5. Jun 2010, 18:20

A Berufsheer is a nix.
Wer soll dan den Spiesschreiber spielen,od der Chaffeur fürn Offiz.
Die Kosten würden mehr steigen.
Ausserdem müssten die den Zivildienst auch abschaffen,ohne Zivildiener würde das ganze Pflegesystem zusammenbrechen.
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon Soldat-to-be am 5. Jun 2010, 22:49

Und genau der letzte Punkt hält unsere Politik (noch) davon ab.
Genauso wie die Grünen immer gegen einen Dienst für Frauen sind, wegen... hm, Gründe haben sie eigentlich nie genannt. Zumindest keine guten.

Auf meinem letzten WPol-Seminar wurde uns zumindest gesagt, dass ein Berufsheer, wenn man die richtigen Strukturen für ein Soldat-auf-Zeit-Modell hätte (sprich, man kann die Leute nach 10 Jahren fix in einen sicheren Job in einer staatsnahen Firma, wie zB in Italien) transferieren,billiger wäre, da durch die 3mal im Jahr stattfindende Ausbildung von GWDs, die allerdings kaum mehr einzusetzen sind, da sie gerade mal 2-4 Monate effektiv benutztbar sind, extrem viel Geld verbraten wird.

Nur hätte man dann erst Recht keine Fülltruppe mehr, eine lange Übergangszeit bis unser Wasserkopf an Führung in Pension gegangen wäre und die Frage nach dem Nachwuchs ist auch nicht geklärt.
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon Kpl Roland am 6. Jun 2010, 02:53

Die ganze Heeresreform bei uns war fürn Hugo.
Auf was arbeiten die hin,sind die auf Selbstverstümmelung eines Staates aus?????
Bei Katastropheneinsätze käme ein Berufsheer an seine Personalen u finanz Grenzen.
Ich glaub die Miliz muss bald die Fülltruppe stellen,wenn nach was davon übrig ist
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon martino am 6. Jun 2010, 09:32

@Soldat-to-be: Das ist für mich kein Argument. "Wir zerstören und untergraben das Wehrpflicht-System so lange bis es völlig ineffizient ist und wenn man dann bestimmte spezielle Annahmen trifft, ist das Berufsheer eventuell billiger".

Auf welcher Logik basiert die Annahme, dass einem Berufsheer von politischer Seite weniger Steine in den Weg gelegt werden als einem Wehrpflichtigenheer? Was ist mit Katastrophenschutz, Miliz im Auslandseinsatz (Golan: 80%?) und Unterstützung in der Ausbildung?

Das Argument mit dem Zivildienst ist für mich nicht wirklich eines für die Wehrpflicht, weil dort wird einfach Sozialdumping betrieben und Vollzeitarbeitsplätze verhindert...

Ich akzeptiere es wenn ein junger Mann sagt, dass er keine Waffe in die Hand nehmen will... ok, dann soll er Zivildienst machen, aber was wir für eine Zivildienerquote haben ist eine Zumutung, weil die Politik das Ganze so lange verwässert hat, bis es zu einer gleichberechtigen Auswahl wurde zwischen Heer und Zivi. Ist es aber nicht und soll es aus meiner Sicht nicht sein. WehrPFLICHT und dann ERSATZdienst... aber das ist jetzt alles schon wieder OT.
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon Soldat-to-be am 6. Jun 2010, 09:34

Ich habe nicht gesagt, dass die Politik dem Berufsheer weniger Steine in den Weg legen würde.
Die österreichische Politik fühlt sich meiner Meinung immer unwohl, wenn sie alle Jahre wieder draufkommt, dass wir ja doch noch sowas ähnliches wie eine Armee haben...
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon doncorleone am 6. Jun 2010, 13:43

Gefr Roland hat geschrieben:A Berufsheer is a nix.
Wer soll dan den Spiesschreiber spielen,od der Chaffeur fürn Offiz.
Die Kosten würden mehr steigen.
Ausserdem müssten die den Zivildienst auch abschaffen,ohne Zivildiener würde das ganze Pflegesystem zusammenbrechen.


1. Berufsheer mir freiwilliger Miliz ist was
2. Spießschreiber und andere Schreibtätigkeiten könnten von einer Person übernommen werden, die Verwaltung würde bei einem Berufsheer kleiner werden --> weniger Spießschreiber
3. keine Chauffeure für Offiziere - können auch selbst fahren
4. wir haben so viele Arbeitslose, die alle super einer Arbeit im Pflegesystem nachkommen könnten. Erster kleiner Schritt zur Beseitigung des insich zusammenbrechenden Wohlfahrtstaates
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon Kpl Roland am 6. Jun 2010, 16:48

Berufsheer mit Miliz kann ich mir vorstellen,nur darf nicht die Miliz zu kurz kommen.
Die Miliz würde ohne GWD s(Keine Neuankömmlinge mehr)wie eine feuchte Wiese austrocknen.
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon doncorleone am 6. Jun 2010, 18:25

Kommt halt auf den Tätigkeitsbereich der Milizler an.
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon martino am 6. Jun 2010, 18:37

In einem Berufsheer wirds aber bald keine Miliz mehr geben. Woher kommt denn die Miliz? Theoretisch kann sie natürlich auch mit abgerüsteten Aktiven gefüllt werden, praktisch ist das illusorisch bzw. nur in einem Umfang möglich, der mit unseren heutigen Maßstäben von Miliz nichts mehr zu tun hat.
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Re: Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr

Beitragvon Aufklärer/StbB1 am 6. Jun 2010, 19:59

Gefr Roland hat geschrieben:Die Miliz würde ohne GWD s(Keine Neuankömmlinge mehr)wie eine feuchte Wiese austrocknen.


gibt ja keine 6+2er Regel mehr, von daher kommen ja sowieso eh scho keine GWDs mehr in die Miliz. Wo bleibt da der Unterschied?

Schweiz hats auch ohne Zivildienst gepackt. Bulgarien hat seine "Zivis" sogar alle in den Erzabbau gesteckt, weils keinen Wehrdienst leisten wollten.
Am End Is Ois Ummasunnst!
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